Sportverein Innsbruck

Posted on 22nd Februar 2010 by admin in Allgemein

Der Sportverein Innsbruck ist ein österreichischer Fußballverein aus der Tiroler Landeshauptstadt Innsbruck. Ursprünglich entstammt der Sportverein Innsbruck dem Verein Fußball Innsbruck und gilt zudem als der älteste Fußballklub ganz Westösterreichs.

Die Gründung des Fußballvereins Fußball Innsbruck erfolgte am 10. April 1905. Nachdem der Erste Weltkrieg zu Ende war, fand am 28. Februar 1919 eine Generalversammlung statt. Anlass der Versammlung war die Änderung des Vereinsnamens auf „Sportverein Innsbruck (SVI)“. An dieser Stelle sei weiters angemerkt, dass der SVI ein Gründungsmitglied des Tiroler Fußballverbandes, dessen Gründung sich am 5. September 1919 vollzog, darstellte.

Ein Jahr später, genau genommen 1920, traten alle SVI-Mitglieder dem Innsbrucker Turnverein (ITV) bei. Fortan spielte dieser unter dem Namen „Sportabteilung des ITV“. Noch im selben Jahr, ebenso im darauffolgenden sowie in der einrundigen Meisterschaft 1922 gelang es der Sportabteilung des ITV den Meistertitel zu holen. Aufgrund der Tatsache, dass sich Spannungen, Differenzen und Unstimmigkeiten, resultierend durch das Bestehen des Deutschen Turnerbundes auf den Arierparagraphen, mehrten, vollzogen sich der geschlossene Austritt der Fußballer aus dem ITV sowie dessen Umbenennung in „Sportverein Innsbruck“. Unter diesem neuen Namen trat der Verein ab 3. Dezember 1922 wieder öffentlich auf.

Im Rahmen der Spielsaisonen von 1922/23 bis 1926/27 sowie im Jahre 1947 konnte die Mannschaft den Titel des Tiroler Meisters ohne Unterbrechung zu gewinnen. Die Mannschaft konzentrierte sich besonders intensiv auf die Nachwuchsarbeit. Dies sicherte dem SVI in den 50er sowie den frühen 60er Jahren zahlreiche Siege und zugleich Titel im Rahmen unzähliger Schüler- und Jugendmeisterschaften. In den beiden Jahren 1972 und 1974 gelang es dem Sportverein Innsbruck erneut, den Titel des Tiroler Meister erneut für sich zu beanspruchen. Darüber hinaus stieg der Verein in die Regionalliga West auf. Weiters sei an dieser Stelle festgehalten, dass zu dieser Zeit finanzielle und sportliche Belastungen herrschten. Aufgrunddessen entschied sich der Sportverein Innsbruck eine Spielgemeinschaft mit dem Innsbrucker Sportklub (ISK) einzugehen. Diese Gemeinschaft bzw. „Fußballehe“ beschränkte sich jedoch ausschließlich auf die Kampfmannschaften.

Im Jahre 1976 erfolgte der Beitritt des Eisenbahner Sportvereins (ESV) der Spielgemeinschaft des Sportvereins Innsbruck. Daraufhin benannte man den Vereinsnamen unter Einbeziehung des Hauptsponsors in SPG Raika Innsbruck um. In dieser Konstellation konnte in der Saison 1978/79 der Titel in der Alpenliga und die Qualifikation für die 2. Division der Bundesliga erreicht werden. Dort errang die SPG Raika Innsbruck gegen SSW Innsbruck im Lokalderby ein 1:1-Remis vor genau genommen 15.000 Zuschauern. Das Endergebnis ließ sich zudem sehen: Der SPG Raika Innsbruck war es gelungen, den 4. Tabellenplatz zu belegen.

Im Sommer des Jahres 1980 erfolgte eine große Investition, im Zuge dieser Spieler wie Dietmar Constantini, Günther Caha, Wolfgang Schwarz, im Herbst auch noch Hans Pirkner und Peter Koncilia verpflichtet wurden. Die Verpflichtung richtete sich an all jene Spieler, von denen sich der Verein eine entsprechende Leistungssteigerung erwarten konnte, um infolgedessen im Rahmen des Aufstiegskampfes mitzuwirken.

Das große Ziel, das darin bestand, in die höchste Spielklasse aufzusteigen, wurde klar verfehlt und so vollzogen sich im Jahre 1982 die Auflösung der Spielgemeinschaft sowie der Zerfall in die einzelnen Trägervereine. Der SVI entschied sich für einen vollständigen Neubeginn. So startete er in der darauffolgenden Saison in der 1. Klasse West. Darüber hinaus gelang es dem Sportverein in den kommenden Jahren einen Ligadurchmarsch mit den Meistertiteln in der 1. Klasse West (1985/86), Gebietsliga West (1987/88) und der Landesliga West 1988/89 zu erreichen. In der Spielsaison 1989/90 war der SVI wieder in der Tiroler Liga aktiv und holte sich in diesem Zuge den Vizemeistertitel.

Nach 14 langen Jahren Spielkarriere in der Tiroler Liga stieg der SVI in der Saison 2002/03 in die Landesliga West ab. 2003/04 mit Trainer Alois Heissenberger und Co-Trainer Horst Heissenberger gelang es dem SVI jedoch, seinen erneuten Aufstieg zu feiern. In den letzten Spielsaisonen bewegte sich der SVI jeweils im Mittelfeld der Telesystem Tirol Liga.

Um Trainings, wichtige Spiele und weitere interessante Ereignisse im Rahmen der Fußballgeschichte des Sportvereins Innsbruck festzuhalten, entschied sich der Verband, eine DVD / CD Produktion zu starten. Diese DVD-Reihe war für Fans der absolute Renner: Eine DVD als Sammlung der besten Spiele sowie der Vorstellung der einzelnen Spieler – ein Muss-„Dokument“ für jeden Fan des Sportvereins Innsbruck, dem damit die Möglichkeit geboten wird, interessante Spiele so oft wie es beliebt auf dem Fernseher daheim per DVD zu genießen. Anmerkung: Wie es vielen anderen Bereichen einen Blumenvergleich gibt, kommt im Fußball der sogenannte Rasenvergleich zum Tragen. In diesem Sinne werden die Qualitäten unterschiedlicher Rasenflächen miteinanderverglichen, um zu sehen, welcher sich am Besten zum Fußballspielen eignet.

Der mehrfache Nationalspieler und österreichische Meister, Michael Baur, feierte seine ersten großen Erfolge im Rahmen seiner anfänglichen Fußballkarriere beim Sportverein Innsbruck. Dort wurde er von Meistertrainer Ernst Happel entdeckt und folglich zum FC Swarovski Tirol geholt, wo er dann seine richtige Profikarriere startete.

Titel und Erfolge des Sportvereins Innsbruck:

  • 1 Mal Meister Alpenliga (als SPG Raika Innsbruck)
  • 9 Mal Meister Tiroler Liga (3x als SPG Raika Innsbruck)
  • 2 Mal Meister Landesliga West
  • 1 Mal Meister Gebietsliga West
  • 1 Mal Meister 1. Klasse Mitte
  • 1 Mal Meister 2. Klasse Mitte
  • 1 Mal Vizemeister Tiroler Liga
  • 1 Mal Innsbrucker Stadthallenmeister.

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